Das freie Content Management System (CMS) Contao wurde erstmals 2006 veröffentlicht. Es wurde als Typolight gegründet und 2010 in Contao umbenannt. Als Typolight wurde das System als kleiner Bruder von Typo3 gehandelt. Eine Verbindung zu Typo3 gibt es jedoch nicht. Es ist für mittlere und große Websites konzipiert.[nbsp]Dem Entwickler Leo Feyer ist[nbsp]nach unserer Meinung das am saubersten programmierte CMS gelungen. Es ist sehr flexibel gebaut und lässt dem Entwickler viele Möglichkeiten zu eigenen Ergänzungen. Der große Leistungsumfang lässt sich vielseitig und modular einsetzen.[nbsp]
Vergleiche
Wo liegen die Unterschiede zu anderen CMS, die sind doch auch gut und teilweise deutlich stärker im Netz vertreten? Die Antwort ist einfach: die Mischung macht´s.
Viele neue Websites werden mit Wordpress[nbsp]erstellt, im Grunde ein leicht bedienbares[nbsp]Blogsystem. Mit einigen Erweiterungen lassen sich Features ergänzen, die bei Contao schon im System enthalten sind. Wieso also ein vorhandenes System verbiegen, wenn es eine Lösung gibt, die alle wichtigen Erweiterungen bereits an Bord hat?[nbsp]
Der Platzhirsch Typo3 CMS[nbsp]wird oft als Vergleich mit Contao (ehemals Typolight) genutzt. Das bereits 2001 veröffentliche Website-System war ein Meilenstein in der Entwicklung des Internets. Der dänischer Erfinder und ehemalige Chefentwickler[nbsp]Kasper Skårhøj[nbsp]realisierte Ideen, die heute zu den Standards gehören. Um Typo3 effektiv einsetzen zu können, ist eine[nbsp]eigene Programmiersprache, TypoScript notwendig, die PHP-Befehle interpretiert. Javascriptbasierte Erweiterungen sind schnell fehleranfällig und können gerne miteinander kollidieren, was weitere Anpassungen eines Programmierers notwendig machen. Auch die Bedienbarkeit des Systems ist wenig intuitiv. Nach unserer Meinung sind diese Fallstricke in Contao behoben. Contao arbeitet direkt mit PHP, auch in der Ausgabe von Inhalten. Es ist keine weitere eigene Programmiersprache nötig. Eine Javascript-Basis wird vom System direkt zur Verfügung gestellt, die problemlos ergänzt werden kann. Auch die Erweiterungen vertragen sich deutlich besser als bei anderen CMS. Den größten Vorteil sehen wir jedoch in der intuitiven Bedienbarkeit. Auch unerfahrene Kunden kommen sehr schnell mit der Pflege der eigenen Inhalte klar. Der Satz "Na, das ist ja einfach!" ist bei Contao ganz normal.
Ein in den USA weitverbreitetes CMS mit Wurzeln in Australien, das inzwischen auch in Deutschland eine große Fan-Gemeinde gesammelt hat, ist Joomla.[nbsp]Historisch ist Joomla 2005 aus dem Open-Source-Projekt Mambo hervorgegangen. Das erste eigenständige[nbsp]Release war 2008. Joomla hat einen ähnlichen Leistungsumfang wie Contao, war in den letzten Jahren jedoch immer wieder in Verruf, weil Sicherheitslücken nicht oder nur sehr spät geschlossen wurden. Für private oder Vereins-Websids mag das nicht so wichtig sein. Für ein Unternehmen aber kann eine gehackte Website einen schweren Image-Schaden verursachen. Wir verdanken diesen Sicherheitslücken einige Kunden, möchten jedoch nicht schadenfroh sein. Keine unserer Contao Installationen wurde jemals gehackt. Wenn ein Sicherheitsleck bekannt wird, dauert es meist nur Tage, bis eine Lösung der Contao-Entwickler veröffentlicht wird. Contao zählt also zu den sichersten CMS.
Ein ebenfalls in den USA verbreitetes CMS ist Drupal.[nbsp]Ursprünglich wurde es vom belgischen Informatiker Dries Buytaert konzipiert. Die Stärke von Drupal ist der modulare[nbsp]Aufbau. Es wird eine sehr kleine Grundinstallation angelegt und Erweiterungen von Drupal direkt lassen sich wie Puzzle-Teile kombinieren, um so Inhalte aufzubauen. Man installiert nur, was man tatsächlich braucht. Leider passen die Puzzle-Teile nicht immer sofort zusammen und man muss gelegentlich um die Ecke denken. Drupal ist ein anspruchsvolles System und verlangt den Entwicklern viel ab. So kann für Redakteure und Marketing-Mitarbeiter die Oberfläche einfach und intuitiv gebaut werden, das ist jedoch aufwendig und unserer Meinung nach unnötig. Contao bringt die einfache Bedienoberfläche schon mit. Der Funktionsumfang lässt sich auch hier mit Contao vergleichen.[nbsp]Zwar werden mit Drupal Erweiterungen für Foren oder Online-Communities angeboten, jedoch gibt es hier auch andere Möglichkeiten, die besser zu warten sind.
[nbsp]
System-Features
- Inhalte ohne HTML-Kenntnisse pflegen
- Seite anlegen/ein- [&] ausblenden/verschieben/kopieren
- Alle Inhalte sind zeitlich steuerbar
- Komfortable Dateiverwaltung
- Formular-Baukasten für Kontakt / Bestellungen / Bewertungen
- Downloads anbieten (ggf. passwortgeschützt)
- Newsverwaltung / Blog
- Kalender- / Veranstaltungsverwaltung
- Audio- / Videoeinbindung für eigene Dateien
- Youtube / Vimeo / Soundcloud-Einbindung
- Bilder als Galerie ausgeben
- Volltext-Suche mit Filteroptionen
- Benutzerverwaltung
- Newsletter mit Abonnentenverwaltung
- Presse-Portal
- FAQ (Frequently Asked Questions)
- Passwortgeschützter Bereich mit Rechteverwaltung
- Barrierefreie Ausgabe der Inhalte (für Sehgeschädigte)
Contao-Erweiterungen
- Google Map / OpenStreet Map
- Synchronisierung von News und Events mit Facebook / Twitter
- Verschiedene Online-Shops
- Software-Schnittstelle für Immobilienobjekte
- Image-Map
- Rechtssichere Teilen-Buttons
- Leistungs- / Produkt-Katalog mit Filterfunktionen
- Trennlinie als Gestaltungselement
- Spaltenverwaltung zur horizontalen Aufteilung von Inhalten
- Canonical Meta-Tag zur Vermeidung von doppeltem Content
- Außergewöhnliche Menüs
- Filterung, um Inhalte nur mobil oder nur auf dem Computer[nbsp]anzuzeigen
- Tools für Gastronomie / Kulturtreibende
Welche Erfahrungen haben Sie mit Contao gemacht, oder mit einem der anderen Content Management Systeme?